Mord in Dorchester Terrace

Mord in Dorchester Terrace

Mord in Dorchester Terrace

London im 19. Jahrhundert, Europa ist in den Wirren aus Intrigen und Spionage gefangen. Jeder belauert jeden, ein Attentat würde die politische Welt auf den Kopf stellen. Inspektor Pitt ist mittlerweile Leiter des Staatsschutzes und in dieser Funktion muss er davor sorgen, dass ein Angehöriger des österreichischen Kaiserhauses unbeschadet einen Besuch in London machen kann.

Ein Attentat wird geplant

Herzog Alois kündigt sich an. Ihm voraus eilen einige finstere Gestalten nach England, von denen potentielle Anschläge ausgehen können.

Gleichzeitig stirbt in Dorchester Terrace eine Dame der feinen Gesellschaft, die in ihrer Jugend die Freiheitskämpfer in Italien und Kroatien unterstützt hat. Als Pitt feststellt, dass die alte Dame keines natürlichen Todes gestorben ist, überschlagen sich die Ereignisse. Doch welchen Zusammenhang gibt es zwischen ihrem Tod und dem versuchten Anschlag auf den österreichischen Herzog?

Pitt muss schnell handeln und bald sind ihm die Zusammenhänge klar.

Fazit:

Mord in Dorchester Terrace ist wieder einmal ein sehr spannender Krimi im viktorianischen Stil. Die politischen Zusammenhänge werden gut dargestellt und die Geschichte bleibt bis zum Ende spannend. Anne Perry ist nicht umsonst so beliebt unter Krimifreunden der historischen Lektüre. Nachdem ich mich beim ersten Pitt-Roman noch schwer getan habe der Geschichte zu folgen, ist dieser Roman schon wesentlich leichter, da die handelnden Personen bekannt sind. Also von mir gibt es eine Kaufempfehlung.

Flammen über Scarborough Street

Flammen über Scarborough Street

London Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Bande von Anarchisten zündet in der Stadt Sprengsätze. Die Londoner Bevölkerung ist in Angst vor weiteren Anschlägen. Inspektor Piitt, mittlerweile beim Staatsschutz, muss sich des Falles annehmen und in den höheren Kreisen der feinen Londoner Gesellschaft ermitteln.

Die erste Bombe

Eines Morgens wird Inspektor Pitt aus dem Schlaf gerissen. Er soll sofort in das East End kommen, denn dort sollen zwei Bomben gezündet werden. Doch Pitt kommt zu spät und kann nur noch mit ansehen, was die Bomben angerichtet haben. Menschen rennen hilflos auf der Straße herum. Die Attentäter werden verfolgt und in einem entfernteren Stadtteil gestellt. Doch dabei ist auch einer der mutmaßlichen Attentäter erschossen worden. Es handelt sich um den Sohn von Lord Landsborough. War dieser auch einer der Attentäter? Inspektor Pitt muss sich um die Aufklärung bemühen und deckt dabei ein großes Geheimnis auf.

Fazit:

Mein erster Roman der Autorin Anne Perry kostete zu Anfang etwas Mühe, dr handlung zu folgen. Da dies nicht der erste Roman mit Inspektor war, werden viele Dinge aus früheren Romanen in die Handlung eingebunden. Vor allem wer mit wem schon welche gemeinsamen Erlebnisse geteilt hat ist zuerst schwer nachzuvollziehen. Doch allmählich gewinnt die Geschichte trotz allem an Fahrt und hat mich zum weiterlesen animiert. Eine sehr schön gezeichnete Geschichte, die im London des 19. Jahrhunderts spielt. Für Krimi-Fans aber auch Liebhaber historischer Romane ein eingeschränkter Kauftipp. Hier sollte man vielleicht zuerst chronologisch bei den Pitt-Romanen vorgehen.

Der Medicus

Der Medicus

Rob Jeremy Cole ist ein kleiner Junge, dessen Leben vorgezeichnet scheint. Ein Leben in Armut und ohne Chancen, diesem Leben zu entkommen. Aber im Alter von 9 Jahren ändert sich das Leben des kleinen Jungen. Er wird von einem fahrenden Bader aufgenommen und in die Geheimnisse der Heilkunst eingewiesen. Doch damit ist die Reise von Ron Jeremy Cole noch lange nicht zu Ende.

Auf dem Weg nach Isfahan

Der Bader lehrt Ron Jeremy, wie man der Gesundheit zuträgliche Elixiere verkauft und wie man kleinere Leiden heilt. Doch das Leben eines Bader ist zu dieser Zeit nicht ganz ungefährlich. Die katholische Kirche hat ein kritisches Auge auf die Zunft geworfen und vergleicht deren Künste oftmals mit Hexerei. Und somit enden viele Bader auf dem Scheiterhaufen. So lehrt der Bader ihn nicht nur in der Kunst des heilens, sondern auch in der Kunst zu Überleben.

Doch das alles reicht dem jungen Ron Jeremy nicht. Er möchte sich als Medicus in Isfahan ausbilden lassen. In Isfahan gibt es die modernsten Schulen und die besten Lehrmeister. Also macht er sich auf den Weg dahin und muss so manches Abenteuer überstehen. Doch am Ende kehrt er als Medicus nach England zurück.

Fazit:

Der Medicus ist die Geschichte eines jungen, der seine Träume wahr macht. Noah Gordon nimmt den Leser auf die Reise durch halb Europa bis ins ferne Isfahan mit und beschreibt anschaulich nicht nur geschichtliches sondern bietet auch medizinisches Fachwissen der damaligen Zeit. Ein wirklich sehr schönes Buch, das so manchen Leseabend verschönern kann.

F

F

F

Drei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein können. Drei Leben, die auf Lügen aufgebaut sind. Und ein Vater, der seine Kinder ihrem Schicksal überlässt um sein Leben zu leben.

Martin Friedland ist katholischer Pfarrer. Warum er das ist, weiss er selbst nicht. Er ist nicht besonders gläubig und andere Menschen sind ihm eigentlich egal. Er hat nämlich Angst vor Menschen.

Eric, sein Halbbruder, ist in der Finanzbranche tätig. Er lebt gut, veruntreut aber Unternehmensgelder und versucht dies zu vertuschen. Sein Leben ist ein einziges Lügengebilde, für seine Frau und seine Tochter interessiert er sich nicht.

Iwan ist Eric´s Zwillingsbruder. Er handelt mit Kunst und ist auf diesem Gebiet mäßig erfolgreich. Er hat kaum Kontakt zu seinen Brüdern.

Das Schicksal nimmt eines Tages seinen Lauf, als die drei Brüder mit ihrem Vater eine Hypnose-Show besuchen. Nach dieser Veranstaltung verlässt ihr Vater plötzlich ihr Leben und widmet sich dem Schreiben von Büchern. Auch das Leben der Kinder nimmt keinen guten Lauf und irgendwann können sie nicht mehr aus ihrem Leben ausbrechen und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Fazit:

F ist ein Psycho-Roman der die Abgründe menschlichen Handelns aufzeigt. Der Autor schreibt das Buch aus den Blickwinkeln der jeweiligen Figuren, die sich an einem bestimmten Punkt im Leben schicksalhaft treffen. Leider ist das Buch anfangs schwer nachvollziehbar und man kommt nur langsam in der Geschichte an. Ich müsste das Buch kein zweites mal lesen.

Die Suche nach dem goldenen Tod

Die Suche nach dem goldenen Tod

Die Suche nach dem goldenen Tod

Sterkrade, im Mai des Jahres 1766. Das tägliche Leben ist durch harte Arbeit gekennzeichnet. Auf den Feldern, in den Bergwerken oder in der Stahlhütte gehen die Menschen ihrem Broterwerb nach. Die Verbindung zu den umliegenden Städten und Dörfern ist schlecht und erfordert schon einiges an Mühen, die ein Reisender auf sich zu nehmen hat. Dies zeigt uns Peter Kersken mit seinem neuen Werk.

Das verschwundene Tödlein

In dem hochadeligen Frauenkloster zu Sterkrade stellt die Seniorin Ludgera von Hiesfeld kleine Wachsfiguren her, die die lebenden an die Vergänglichkeit und den Tod erinnern soll. Diese kleinen Wachsfiguren, oder Tödlein genannt, verkauft sie seit Jahren an einen vorbeifahrenden Händler. Eines Tages wird eines dieser Tödlein allerdings versehentlich an den Händler verkauft. Es gehört der Äbtissin des Klosters. Der junge Jacob wird beauftragt, dem Händler hinterherzureisen, um das Tödlein wieder zu beschaffen. Da Jacob noch nie weiter als bis Duisburg oder Osterfeld gereist ist, beginnt für ihn eine spannende Reise, mit vielen Erfahrungen und interessanten Bekanntschaften, die ihn schlussendlich nach Berlin führt.

Fazit:

Peter Kersken´s neuer Roman “Die Suche nach dem goldenen Tod” führt den Leser wieder in die geschichtlichen Anfänge des Ruhrgebietes. Doch nicht nur Sterkrade, sondern auch viele andere Orte Deutschlands werden durch die Hauptfigur bereist. Hier trifft der junge Jacob auf Persönlichkeiten, die es tatsächlich gegeben hat. Somit ist dieser Roman nicht nur Fiktion, sondern auch wieder einmal mit historischen Fakten gespickt. Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben und kann uneingeschränkt weiter empfohlen werden.

Das Lächeln der Fortuna

Das Lächeln der Fortuna

England im Jahr 1360! Der junge Robin of Waringham, Sohn eines Earl, muss nach dem Tod seines Vaters mit ansehen, wie die Besitztümer seiner Familie enteignet werden. Da er als Sohn eines Hochverräters besitzlos ist, muss er sich durch die harte und raue Welt im England des Mittelalters schlagen.

Ein langer Weg zurück

Robin verdingt sich als Stallknecht auf den ehemaligen Gütern seiner Familie und muss sich der Willkür des neuen Earls und seiner Familie aussetzen. Doch das Lächeln der Fortuna ist ihm hold. Er kämpft sich zurück in die Welt des Adels und findet sich bald am Königshof wieder. Seite an Seite mit dem Duke of Lancaster kämpft er für die Krone Englands und gelangt so in die Gunst des Königs zurück. Nach langen Kämpfen und der Suche nach der Liebe kommt es am Ende zum Aufeinandertreffen mit seinem alten Erzfeind Mortimer …

Fazit

Das Lächeln der Fortuna ist der Beginn einer Serie über die Familie des Earl of Waringham und dessen bedingungsloser Treue zu den Königen jener Zeit. Die Autorin mischt historisches mit Fiktion, trotzdem oder gerade deshalb ist es ein sehr gutes Buch mit geschichtlichem Hintergrund. Die Geschichte des Robin of Waringham zeigt anschaulich, wie verworren die Beziehungen am Königshof und seinem Gefolge zu diesen Zeiten gewesen ist. Ein wirklich gutes Buch von Rebecca Gable, die es auch in weiteren Büchern schafft, das Mittelalter auch weniger geschichtlich bewanderten Lesern näher zu bringen.